10.Dezember Tag der Menschenrechte
Dezember 10, 2011 1 Kommentar
Am 10.Dezember wird der Tag der Menschenrechte begangen, denn an diesem Tag 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Und jedes Jahr am 10.12. wird der Friedensnobelpreis verliehen. Das Europäische Parlament verlieht an diesem Tag den Sacharow-Preis und Reporter ohne Grenzen ihren Menschenrechtspreis. Die Menschrechtsorganisation Amnesty International organisiert am 10. Dezember viele Veranstaltungen, um auf die Verletzung der Menschenrechte hinzuweisen. Für die katholischen und evangelischen Arbeitnehmerorganisationen stehen Menschen im Vordergrund, die einen direkten
Bezug zur Arbeitswelt haben. „Dazu gehört vor allem der Artikel 23“ der Allgemeinen Menschenrechtserklärung erklärt Preu, stellvertretender Leiter der kda Bayern (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) „Dort wird das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie Schutz vor Arbeitslosigkeit festgeschrieben. Ebenso aber auch das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit und das Recht Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.“
Wenn wir allein auf die Situation der wachsenden Zahl von Niedriglöhnern, Leiharbeitern oder anderweitig prekär Beschäftigter in unserem Land blicken, sagt Preu, „sehen wir wie aktuell die Menschenrechte auch bei uns sind“.
“Menschenrechte sind in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit”
Der „Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember will das Bewusstsein hierfür einmal mehr fördern. „Die Erklärung der Menschenrechte geschah 1948 vor dem Hintergrund der Erfahrungen des 2. Weltkrieges, der viele Nationen in großes Elend stürzte“, erläutert Preu. „Die nationalsozialistische Ideologie und Diktatur führte einen Vernichtungsfeldzug gegen Juden. Die elementaren Menschenrechte anders Denkender wurden mit Füßen getreten. Am 10. Dezember sollten wir uns daran erinnern lassen, dass ,die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben‘, wie es in der Präambel heißt.“
Das gilt bis auf den heutigen Tag, wo Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder politischen Überzeugung diskriminiert oder gar verfolgt werden. „Menschenrechte sind in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit“, sagt Yildirim (Foto) von amnesty international. „In vielen Ländern drohen denen, die Menschenrechte anmahnen, brutale Verhöre, Folter, Schikanen, Gefängnis, Erschießung, Todesstrafe, Zwangsarbeit.“