10.Dezember Tag der Menschenrechte

Am 10.Dezember wird der Tag der Menschenrechte begangen, denn an diesem Tag 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Und jedes Jahr am 10.12. wird der Friedensnobelpreis verliehen. Das Europäische Parlament verlieht an diesem Tag den Sacharow-Preis und Reporter ohne Grenzen ihren Menschenrechtspreis. Die Menschrechtsorganisation Amnesty International organisiert am 10. Dezember viele Veranstaltungen, um auf die Verletzung der Menschenrechte hinzuweisen. Für die katholischen und evangelischen Arbeitnehmerorganisationen stehen Menschen im Vordergrund, die einen direkten

Bezug zur Arbeitswelt haben. „Dazu gehört vor allem der Artikel 23“ der Allgemeinen Menschenrechtserklärung erklärt Preu, stellvertretender Leiter der kda Bayern (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) „Dort wird das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie Schutz vor Arbeitslosigkeit festgeschrieben. Ebenso aber auch das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit und das Recht Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.“
Wenn wir allein auf die Situation der wachsenden Zahl von Niedriglöhnern, Leiharbeitern oder anderweitig prekär Beschäftigter in unserem Land blicken, sagt Preu, „sehen wir wie aktuell die Menschenrechte auch bei uns sind“.

“Menschenrechte sind in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit”

Der „Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember will das Bewusstsein hierfür einmal mehr fördern. „Die Erklärung der Menschenrechte geschah 1948 vor dem Hintergrund der Erfahrungen des 2. Weltkrieges, der viele Nationen in großes Elend stürzte“, erläutert Preu. „Die nationalsozialistische Ideologie und Diktatur führte einen Vernichtungsfeldzug gegen Juden. Die elementaren Menschenrechte anders Denkender wurden mit Füßen getreten. Am 10. Dezember sollten wir uns daran erinnern lassen, dass ,die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben‘, wie es in der Präambel heißt.“

Das gilt bis auf den heutigen Tag, wo Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder politischen Überzeugung diskriminiert oder gar verfolgt werden. „Menschenrechte sind in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit“, sagt Yildirim (Foto) von amnesty international. „In vielen Ländern drohen denen, die Menschenrechte anmahnen, brutale Verhöre, Folter, Schikanen, Gefängnis, Erschießung, Todesstrafe, Zwangsarbeit.“

Krise in Europa: Deutsche Staatsanleihen nicht gefragt – Macht Frau Merkel mit ihrer Wirtschaftspolitik Europa an den Rand einer Katastrophe kaputt ?

Klar ist, dass die derzeitige Bundesregierung nicht gerade einen überragenden wirtschaftspolitischen Sachverstand hat, außer den, der Markt wird es schon richten.

Die einzige Ausnahme ist Herr Schäuble, Bundesfinanzminister.

Am 23.11.2011 wurden 35% der Anleihen die Deutschland verkaufen wollte, nicht verkauft.  Die Kommentare in der Fachpresse sind verheerend, d.h. es wird als Desaster dargestellt. Deutschland kann sich nicht über den Markt finanzieren. Die Weltbörsen reagierten panisch.

Gleichzeitig wird weiter gegen einige Staaten spekuliert, d.h. die Zinsen steigen und einige gewinnen dabei. Nach Ansicht von den Experten, die nicht Marktgläubige sind,  muss es folgende Maßnahmen geben:

  1. Die EZB muss eine aktivere Rolle spielen dürfen und muss auch Staatsanleihen aufkaufen dürfen
  2. Der Rettungsschirm muss wie eine Bank zu günstigem Geld kommen und dies dann auch so weitergeben dürfen
  3.   Die Wirtschaftspolitik muss stärker koord“inieert werden, die Steuern gerade auf Finanztransaktionen erhoben werden.
  4. Das blinde Kürzen von Ausgaben verschärft die Wirtschaftskrise, da die Menschen kein Geld zum ausgeben haben. Dadurch haben die Unternehmen weniger Aufträge, brauchen weniger Arbeitnehmer, entlassen Menschen, die haben noch weniger Geld d.h. es ist ein Kreislauf nach unten. Die Konsequenz ist: dummes Kürzen verschärft die Krise noch, die Banken, die Unternehmen haben kein Geld etc.
  5. Wichtig wäre jetzt ein intelligente Wirtschaftspolitik für Europa d.h. eine Art Marshallplan, damit die Wirtschaft sich wieder entwickelt, die Menschen Arbeit bekommen und auch wieder Mut und Optimismus entwickeln können. Die um sich greifende Depression schafft Angst und Angst begünstigt einfache, falsche Antworten, wie in einigen Staaten schon geschehen(Ungarn, Finnland, Norwegen etc.) Will die Entwicklung rechter Parteien und rechten Gedankenguts verhindern ist es wichtig den Menschen eine echte Perspektive zu geben.
  6. Die Perspektive kann nur in gemeinsamen solidarischen Handeln aller Länder in Europa entwickelt werden. Deutschland muss aufhören der Besserwisser zu sein. Durch geringere Lohnsteigerungen als in anderen Ländern hat sich Deutschland Vorteile erarbeitet. Nun gilt es, dass Deutschland erkennt, dass jeder Kompromisse in Europa machen muss. Sonst hat Deutschland vielleicht die Sparziele erreicht, aber Europa ist tot. Das schadet Deutschland von allen Ländern am meisten,
  7. Dies muss auch den Menschen gesagt werden, doch Frau Merkel meint als neue eiserne Kanzlerin Maggie Tatcher von Großbritannien nacheifern zu wollen. Die Ergebnisse sind bekannt: Großbritannien hat kaum noch Industrie, hat sich in Europa isoliert und wird eines Tages händeringend darum bitten, beim Euro dabei sein zu dürfen.

Welt Online berichtet am 23.11.2011 über einen Kommentar in der renommierten britischen Times:

„Deutschland versuche, in Europa die für einen Krieg charakteristischen Ziele zu erreichen – eine neue Ziehung internationaler Grenzen und die „Unterwerfung fremder Völker“, schreibt Kaletsky.

Merkel habe sich standhaft geweigert, geeignete Maßnahmen zur Rettung des Euro zu ergreifen. Die Kanzlerin habe sogar europäische

Institutionen davon abgehalten, Maßnahmen zu ergreifen. Außerhalb Deutschlands bestehe Einigkeit daruüber, findet Kaletsky, dass zur Rettung des Euro drei Dinge absolut wichtig zur

Überwindung der Krise sind: Die Europäische Zentralbank müsse große Mengen an Staatsanleihen kaufen, später mussten von allen

Euroländern garantierte Euro-Bonds ausgegeben werden, die einen Teil der Schulden von Ländern wie Griechenland oder Portugal

ersetzten.

Die Bundesbank und der “Finanz-Imperialismus”

Erst dann gelte es, die Politik der Euroländer stärker zu koordinieren, den Kapitaldienst zu gewährleisten und sicherzustellen, dass nicht

eine neue Krise aufkeimen kann. „In dem es die ersten beiden Schritte blockiert, garantiert Deutschland dafür, dass der dritte scheitert“, heißt es in dem Kommentar weiter.“

Das IMK-Institut hat schon 15.11.2011 folgende Vorschläge gemacht:

IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich – Hans-Böckler-Stiftung

http://www.boeckler.de/14_38246.htm Seite 1 von 3

Pressemitteilungen

15.11.2011

Zentralbank braucht Rückendeckung der Euro-Staaten

IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der

EZB möglich

Ohne die Hilfe der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Krise einzelner Euroländer nicht mehr zu bewältigen. Das machen die aktuellen Probleme in Italien deutlich. Allein die EZB

hat die Kapazitäten, um durch Aufkäufe von Staatsanleihen untragbare Zinsausschläge auf den Finanzmärkten zu verhindern. Die bisherigen Erfahrungen mit den Interventionen am

Sekundärmarkt für Staatsanleihen zeigen, dass die EZB dabei keinen Inflationsdruck erzeugt hat. Damit die Notenbank ihr Potenzial zur Krisenbewältigung nutzen kann, braucht

sie jedoch eine eindeutige Rückendeckung der Euro-Mitgliedstaaten. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Silke Tober, Geldpolitik-Expertin des Instituts für Makroökonomie und

Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Ihre Untersuchung zur aktuellen Situation der EZB erscheint heute als IMK Report Tober analysiert die zunehmende Verschärfung der Krise im Euroraum. Ihr Fazit: Die Politik müsse rasch das Vertrauen an den Finanzmärkten wieder herstellen und die Konjunktur der Euroländer stabilisieren. Anderenfalls drohe eine Bankenkrise, eine lang währende Stagnationsphase oder gar ein Auseinanderbrechen des Euroraums. Die Erweiterung des

Euro-Rettungsschirms und der geplante freiwillige Schuldenschnitt für Griechenland reichten längst nicht aus um zu verhindern, dass immer mehr Euroländer auf den Finanzmärkten mit nicht tragbaren Zinsforderungen konfrontiert würden.

Den mangelnden Erfolg der bisherigen Krisenpolitik der Euroländer führt Tober auf zwei Faktoren zurück:

- Der politische Umgang mit der Krise habe die Ansteckungsgefahr nicht gebannt. Inmitten einer Vertrauenskrise nur zögerlich Hilfen zu gewähren, zunächst prohibitiv hohe Zinsen für Hilfskredite zu verlangen und dann eine private Gläubigerbeteiligung ins Spiel zu bringen, bedeutet “Öl ins Feuer zu schütten”, schreibt Tober.

- Derzeit versuchten alle Mitgliedstaaten gleichzeitig, ihre Schulden zu reduzieren. Die Konsolidierung dämpfe jedoch die Nachfrage und damit die Produktion. Dadurch, warnt die

Volkswirtin, werde es schwerer, die Defizit- und die Schuldenquote zu reduzieren – wenn nicht gar unmöglich.

- Keine Staatsfinanzierung durch die Notenpresse -

Mangelndes Vertrauen der Banken untereinander und die inkonsequente Krisenpolitik der IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich – die Euroländer haben die EZB zum Eingreifen gezwungen, so Tober: Bis Ende 2010 kaufte sie Staatsanleihen im Wert von insgesamt 74 Milliarden Euro, vornehmlich griechische, irische und portugiesische. Dabei habe die Notenbank jedoch keine zusätzliche Liquidität in den Markt gepumpt, betont

die Forscherin. Das Eurosystem schöpfte die Liquidität In Höhe des Wertes der Staatsanleihenkäufe mit einer verzinslichen Termineinlage wieder ab. “Es handelt sich somit

ganz und gar nicht um eine Finanzierung der Staaten über die Notenpresse”, erklärt die Wissenschaftlerin. Die Maßnahme habe keinen Inflationsdruck geschaffen. Dass die EZB die Anleihen mit erheblichen Preisabschlägen kaufte, verringere auch das Risiko, mit den Staatsanleihen Verluste zu machen. Ebenso wie bei EZB-Stützungsaktionen für den Bankensektor seien Abschreibungen zwar möglich. Die größte Gefahr gehe aber von Schuldenschnitten in weiteren Euro-Ländern aus – und damit von einer Eskalation, gegen die Interventionen der EZB den wirksamsten Schutz böten.

Als sich die Krise im August 2011 mit dem Anziehen spanischer und italienischer Renditen deutlich zuspitzte, wurde die Notenbank wieder aktiv. Ende Oktober hatte das Eurosystem

bereits “Staatsanleihen für geldpolitische Zwecke” im Wert von 173,5 Milliarden Euro in seiner Bilanz. Besonders deutsche Zentralbanker kritisierten das. Die EZB habe mit den

Käufen von Staatsanleihen “die Sanktionsfunktion des Marktes geschwächt”, warnte zum Beispiel Ottmar Issing, der frühere EZB-Chefvolkswirt.- Finanzmärkte haben Disziplinierungsfunktion nicht wahrgenommen – Doch die Märkte haben die von Issing beschworene Disziplinierungsfunktion lange gar nicht

wahrgenommen, zeigt Tobers Detailanalyse. So blendeten viele Investoren die problematischen makroökonomischen Ungleichgewichte im Euroraum aus, auf die beispielsweise das IMK schon seit langem lange hingewiesen hat. Zudem hatten zwei der Krisenländer, Irland und Spanien, vor Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 Budgetüberschüsse und niedrige Staatsschuldenstände. Märkte, die sich an den Kriterien des Stabilitätspaktes orientieren, hätten somit im Vorfeld der Krise gar keinen Grund gehabt, diese Länder zu “disziplinieren”. Der Sanktionsmechanismus des

Marktes habe also doppelt versagt. “Warum sollte man sich ihm jetzt anvertrauen?”, fragt die Wissenschaftlerin.

Der Euroraum könne die Krise nur bewältigen, wenn staatliche Insolvenzen ausgeschlossen werden, fasst Tober die Situation zusammen. Bislang habe die EZB wegen der fehlenden

Rückendeckung der Mitgliedstaaten nur halbherzig agiert. “Stellen sich die Euroländer hinter den Euro und erklären, dass sie in der aktuellen Situation kein Land zahlungsunfähig werden lassen, so könnte und müsste das Eurosystem seine Bereitschaft zeigen,

Staatsanleihenkäufe deutlich auszuweiten.” Im günstigsten Fall würde allein die Ankündigung reichen, um die Märkte zu beruhigen. Zugleich, so Tober, sollte die Wirtschaft des Euroraums wieder wachsen, was angesichts eines schwächelnden außenwirtschaftlichen Umfeldes nur möglich sei, wenn Länder ohne akute Schuldenprobleme die Rolle der Konjunkturlokomotive übernähmen. Um die Staatsfinanzen im Euroraum zu entlasten, spricht sich die IMK-Expertin dafür aus, gerade private Haushalte mit höheren Einkommen und Vermögen an den Kosten der Krise zu beteiligen. Schließlich hätten diese in der Vergangenheit am stärksten von der Liberalisierung der Finanzmärkte profitiert. Tober plädiert für eine erhöhte Einkommen- und eine Vermögensteuer in allen Euroländern, um die Schulden zumindest auf das Niveau vor der Finanzkrise zu reduzieren.

Weitere Informationen:

Silke Tober: Die Europäische Zentralbank in der Kritik, IMK Report Nr. 67, November

2011.

IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich – Hans-Böckler-Stiftung 23.11.11 13:45

http://www.boeckler.de/14_38246.htm Seite 3 von 3

© Hans-Böckler-Stiftung 2011

2. ÖKT (2) Wertewandel jetzt !

In der Halle B5 sind viele gesellschaftliche Initiativen vertreten: Parteien, Gewerkschaften, Verbände und die Stiftungen der Parteien. Es lohnt sich vorbei zu sehen.

Ab morgen gibt es eine kirchlich-gewerkschatliche Initiative in Bayern:

http://www.wertewandel-jetzt.de

2. ÖKT München (1)

Gestern begann der ÖKT mit einer sehr eindrucksvollen Veranstaltung in der jüdischen Gemeinde von München und Oberbayern. Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Gemeinde begrüßte Ministerpräsident Horst Seehofer, Oberbürgermeister Christian Ude, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück und den Präsidenten des evangelischen Kirchentages Herrn Professor Nagel.
Es waren viele Ehrengäste da u.a. Altoberbürgermeister Hans-Jochen Vogel mit Frau, Landtagsabgeordnete, Stadträte und viele andere. Am Abend wurden die Eröffnungsgottesdienste gehalten und der Abend der Begegnung verwandelte die Altstadt Münchens in eine wogende Menschenmenge. Zum ersten Mal erwähnte der Papst bei seiner Begrüßung die von Erzbischof Reinhard Marx vorgelesen wurde, die Mißbräuche an Kindern und Jugendlichen in Deutschland und verurteilte sie scharf. Sicher ein deutliches Zeichen und ein ermutigendes dazu für den ÖKT in München.

Weitere Infos unter. http://www.oekt.de

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