FC Bayern: Neues Erfolgsmodell entwickeln

Der FC Bayern ist gestern abend trotz besserer Mannschaftsleistung, vielen Torchancen gescheitert. Das bisherige FC-Bayern-Erfolgsmodell durch wirtschaftliche Stärke auch sportlich stark zu sein hat ihre Grenzen erreicht. Pech drückt die Niederlage falsch aus.
Was ich von außen so sah, war entschlossenes Kämpfen und ein gutes Spiel des FC Bayern, doch eine merkwürdige Erfolglosigkeit beim Torschuss: Robben, Gomez etc. alle hatten mehrere
Chancen, aber irgendwie fehlte die innere Ruhe, Gelassenheit aus Chancen auch Tore zu schießen. Der FC Bayern erschien wie ein gut aufgezogenes Uhrwerk, doch nach immer längerem Spiel erschien es mir eher wie ein Hamsterrad. Höhepunkt dabei war nicht der Treffer von Drogba für Chelsea, das kann immer passieren. Der Höhepunkt war der Elfmeter für den FC Bayern. Robben hat beim Pokalfinale gegen Dortmund schon verschossen. Hat die Mannschaft nicht miteinander gesprochen, wer schießt einen Elfmeter, wenn einer kommen sollte ? Der Chelsea Torhüter ist ja einer der besten der Welt, da kann man nicht einfach
drauf losspielen bzw. schießen. Da muss man sich vorher was überlegen. Robben hatte
ja schon vorher mal den bayerischen Himmel mit seinen Schüssen beglückt. Wer entscheidet bei den Bayern in so einer Situation auf dem Rasen ? Der Kapitän ? oder der sich gerade berufen fühlt ? Irgendwie beschlich mich je länger ich das Spiel ansah, irgendwie eine inntere Leere des Spiels des FC Bayern. Es fehlte aus meiner Sicht die innere Mitte, die
Gelassenheit und Freude trotz allem Einsatz.

Das Geschäftsmodell des FC Bayern ist an seine Grenzen gekommen: Früher kauften sich die Bayern von den deutschen Konkurrenten mit ihrem reichlichen Geld die Spieler, um so an der Spitze zu bleiben, dann kamen die Spieler von anderen internationalen Clubs.
Toni, Robben, Ribery und viele mehr. Doch das einzige reguläre Tor schon Müller, ein Eigengewächs und Schweinsteiger brachte auch clevere Pässe.

Klar wird immer gesagt, international mitspielen ist für den FC Bayern wichtig. Klar ist es, klar ist Champions League besser als die anderen internationalen Ligen.

Was Dortmund derzeit von Bayern unterscheidet, dass es eine Seele hat, FC Bayern hat viele individuelle Könner oder Diven, wie Robben. Die Abhängigkeit von einzelnen Spielern ist für einen Verein schlecht. Es wäre jetzt ein gutes Zeichen, den Vertrag mit Robben nicht zu verlängern. Er hat zwei wichtige Spiele vergeigt und ist offensichtlich auch nicht besonders einsichtig. Bayern braucht jetzt junge Spieler aus der eigenen Jugendmannschaft und muss jetzt einfach 2,3 Jahre Aufbauarbeit leisten.

FC Bayern verkauft soviel Fanartikel wie wahrscheinlich kein anderer Club und kann auch
ganz gut ein bis zwei Jahre ohne Champions League leben.
Wichtig wäre jetzt mal Druck aus dem Kessel zu nehmen, gelassener, entspannter und vielleicht auch ein wenig aufmerksamer zu werden: nicht Hamsterrad ist angesagt, sondern
innere Mitte: Man braucht nicht 20 Chancen, man muss nur Tore schießen mit den Chancen, die man bekommt. Zugespitzt: vielleicht täte der Spitze des FC Bayern, der Geschäftsführung und den Spielern mal ein Aufenthalt in einem Kloster oder auch gelegentliche spirituelle, religiöse Gespräche ganz gut. Diese Niederlage bietet jetzt
die Chance zur Umkehr, zum Neuanfang. Bayern hatte viele Chancen, aber – aus Müller – kein Herz diese zu verwandeln. Es geht nicht um Mut, sondern um die Aufmerksamkeit für den Augenblick und diese eine Chance zu sehen und zu nutzen. Diese Aufmerksamkeit kann auch geübt werden, vielleicht auch mit mehr Bescheidenheit im Auftreten und Gelassenheit im Umgang mit anderen. Nicht markige Ansprachen der Chefs sind gefragt, sondern die Einsicht, das bisherige Geschäftsmodell des FC Bayern hat gestern seine endgültige Grenze erreicht. Besser kann Bayern nicht spielen, aber in Zukunft bitte mit Seele und Herz.

Schlecker: sind ja “nur” arbeitslose Verkäuferinnen

Auch Frau Merkel unterstützt die Haltung der FDP. Sie sagt, genauso wie die FDP, die Arbeitsagenturen könnten ja helfen. Klar, die Bundesregierung hat gerade einige Kürzungen bei der Bundesagentur durchgesetzt, ein neues SGB II durchgesetzt, bei dem es voraussichtlich weniger Arbeitsförderung gibt und und. Diese Arbeitsagenturen, die zum dem z.Teil neue Kooperationsmodelle wegen der Veränderung in der Zusammmenarbeit mit den Kommunen (Jobcenter) erproben, sollen jetzt den Frauen helfen.
Dann gibt es auch noch Politiker, die sagen die Gewerkschaft Verdi sei an allem schuld, da ja Verdi
bessere Arbeitsbedingungen und Löhne für die Frauen forderte. Eigentlich steht im Grundgesetz: die Bundesrepublik ist ein sozialer Rechtsstaat, das würde bedeuten, dass Menschen die unschuldig Opfer von Managementfehlern sind etc. auch geholfen werden sollte. Frauen, die schon mehrmals auf vieles verzichtet haben, diesen Frauen wird jetzt auch noch die Würde genommen, in dem diese 10.000 Frauen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, damit sie sich arbeitslos melden. Jeden Tag an dem sie sich zu spät melden, bekommen sie auch kein Arbeitslosengeld ! Diese Frauen sind nicht alle hoch qualifiziert und haben nicht alle eine abgeschlossene Ausbildung. Aber sie haben an vielen Orten für viele Menschen dafür gesorgt, dass sie nahe an der Wohnung Güter des täglichen Bedarfs erhalten. Sie haben sich die Sorgen und Wünsche der Menschen angehört und sie auch lange begleitet. Diese Frauen – und es sind offensichtlich hauptsächlich Frauen – sie werden von der Politik allein gelassen. Alle FDP Minister Rösßler, Zeil etc. sagen nein, aus angeblich prinzipiellen Gründen. Der Staat hätte sich heraus zu halten. Aber der Staat durfte eine Milliarde Steuergeschenk an die Hoteliers geben, entschuldige auch so dass sind ja auch die eigenen Wähler. Der Vergleich mit von Guttenberg´s Nein zur Opel-Rettung ist schief und falsch: schief, da es ja wirklich um einen rein deutsche Firma geht und falsch, da Opel – wie man wieder sieht – total von der US-Zentrale abhängig ist und z.B. in Indien, China etc. nicht verkaufen kann und darf. Wieviel GM schon bei Opel in der Vergangenheit “herausgezogen” hat, wissen nur die Insider. GM hat von der US Regierung richtig Dollars bekommen. Das ist anscheinend in Ordnung, aber deutsche Unternehmen mit deutschen Arbeitnehmern zu unterstützen, das ist angeblich marktfeindlich. Übrigens: die US Regierung hat an der Bankenrettung richtig gut verdient. Frau Merkel unterstützt die Frauen nicht. Alice Schwarzer wird von der CDU unterstützt, in dem Sie bei der Bundespräsidentenwahl mit wählen durfte. Von Alice Schwarzer hat man jetzt nichts zur Rettung für die Schlecker-Frauen gehört, aber das sind ja nur Arbeitnehmerinnen.
Letztlich geht es darum, ob die Bürger und die Politik, einfach die Unternehmen und die wirtschaftlichen Eigentümer nach eigenem Willen handeln lassen. Die Grundlage dieser deutschen Demokratie, die soziale Marktwirtschaft mit sozialem Ausgleich und zumindest dem Anspruch auf soziale Gerechtigkeit ist in Gefahr. Die “kleinen” Menschen merken, wenn es darauf ankommt, werden sie allein gelassen. Die Reichen bekommen alles, was sie brauchen. Wenn nicht, sollten es diese Politiker auch sagen, dann am besten auch ihre Sonntagsreden über Demokratie, sozialen Ausgleich und Sozialstaat gleich mit dazu. Sonst wird es nur peinlich.
.und bei Müller-Brot: werden von 1100 Mitarbeitern 700 entlassen und derjenige, der für den Skandal etc. verantwortlich ist, ist jetzt wieder Chef, weil offensichtlich eine Bank, die Commerzbank, die wahrscheinlich nur noch existiert, weil sie der Staat rettete, das so will. Das ist keine soziale Marktwirtschaft das ist eine menschenunwürdige Politik.

Wulff-Nachfolge: Hat die Regierung immer noch nichts gelernt ? Närrisches Treiben in Berlin

CDU-Generalsekretär Gröhe und CDU-Fraktionsvorsitzender Kauder betonten gestern und
heute, CDU/FDP/CSU haben eine knappe Mehrheit und schlagen daher einen Namen vor.
Seit gestern brüten sie schon über Namen, während die Absagen eintrudeln:
Bundesverfassungsgerichtspräsident Voßhuhle sagt ab, ebenso DeMaizere. Die SPD schließt ein Mitglied der Bundesregierung aus, die Grünen wollen einen Kandidaten oder eine
Kandidatin, die nicht aus der aktiven Politik kommt, aber es “kann” und “Orientierung geben kann”. Sah es ursprünglich so aus, dass dass am Samstag sich CD/CSU/FDP/SPD/Grüne
treffen, wird es frühestens morgen stattfinden.
Anscheinend müssen die verschiedenen Interessen der Bundesregierung austariert werden.
Die Interessen der Regierungsparteien stehen dabei im Vordergrund, nicht die Wahl des
besten Kandidaten/der besten Kandidatin.
Vielleicht ist es am besten gleich das Amt abzuschaffen, wenn es eh nur noch zum
Spielball für politische Spielchen wird. Um es deutlich zu sagen:
Es war falsch Horst Köhler als Chef des IWF abzuziehen und damit für Jahrzehnte
keine Chance zu haben, einen Deutschen in einer wichtigen weltweiten Organisation zu haben. Ähnlich war es ja mit der Besetzung der EZB: Professor Weber sprang kurzfristig ab und es gelang nicht einen Deutschen als Chefvolkswirt zu plazieren.
Hr. Wulff, wurde – das ist leider deutlich geworden – in jeder Hinsicht mit dem Amt überfordert gewesen.
Was wird jetzt getan ? Nichts, das in irgendeiner Weise der Würde des Amtes entpricht.
So kann man Politikverdrossenheit und den Abbau von Werten auch fördern.
Wichtig ist nur, dass irgendeine Person irgendeine Position besetzt.
Wie wäre es, zu sagen, ja jetzt nehmen wir Joachim Gauck.
Dazu hätte es aber Einsicht in der Regierungskoalition bedurft.
Stattdessen:Gröhe und Kauder betonen (die äußerst knappe) eigene Mehrheit.
Stundenlang wird hinter verschlossenen Türen gefeilscht. Die Partei Theodor Heuss´(FDP)
müsste eigentlich kapieren, das es um geht, als um die Gesichtswahrung der FDP.
Gelingt kein wirklich guter breit akzeptierter Kandidat, dann kann man das Amt abschaffen und rolierend nimmt es der jeweilige Ministerpräsident wahr.
Das zu erkennen, wäre schon eine Leistung, die man sich fast gar nicht vorstellen kann, dass dies möglich ist. Aber vielleicht entspricht ja diesem Politikstil auch das Faschingswochenende, nur Narren unterwegs, die Spaß haben wollen, aber keine wirkliche Verantwortung übernehmen wollen oder können.

Deutscher Qualifikationsrahmen: Lobby der Gymnasien gefährdet deutsche Berufsausbildung

Deutscher Qualifikationsrahmen: Lobby der Gymnasien gefährdet deutsche Berufsausbildung

Am Donnerstag, 8.12.2011 trifft sich die Kultusministerkonferenz (KMK) mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften

Die Kultusminister wollen das Abitur auf der Skala von eins bis acht auf fünf setzen, einen mindestens dreijährigen Berufsabschluss auf vier.
Bundesregierung, Wirtschaftsminister, Wirtschaft und Gewerkschaften fordern in seltener Einmütigkeit die Gleichwertigkeit der Abschlüsse von allgemeiner und beruflicher Bildung und damit die Eingruppierung von Abitur und mindestens dreijähriger Berufsausbildung jeweils auf vier.

In neun anderen europäischen Ländern ist diese der nationalen Qualifikationsrahmen so vorgenommen worden. Ausgerechnet im Land einer weltweit vorbildlichen verzahnten Berufsausbildung im Betrieb und Berufschule, der sogenannten dualen Berufsausbildung versuchen die Kultusminister den Vorrang des Gymnasiums vor der beruflichen Berufsausbildung zu zementieren. In Sonntagsreden wird die Berufsausbildung gelobt, der Meister gefeiert. Doch an den Werktagen wird den Akteuren der beruflichen Bildung und ihrer Reputation das Leben schwer gemacht. Nicht nur dass die Vertreter der Kultusministerien unverantwortlich in den Kommissionen taktiert haben und damit die Arbeit verzögert haben, nein es kommt noch hinzu, dass die Brisanz schlicht und einfach negiert wird, so z.B. vom Präsidenten der Kultusministerkonferenz dem niedersächsischen Kultusminister Althusmann: „Es wird am 8. Dezember unter meiner Leitung ein Gespräch mit den Sozialpartnern, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften in Berlin geben, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der KMK. Ich kann mir vorstellen, dass man sich verständigt. Klar muss aber sein, wir müssen versuchen unsere allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und hoch qualifizierte Berufsabschlüsse gleichsam auf das höchstmögliche Niveau in Europa zu bekommen. Das ist nämlich der Beschluss der KMK: berufliche Ausbildung und allgemeine Hochschulzugangsberechtigung Stichwort Abitur auf das Kompetenzniveau 5 zu bringen und dann die Berufsausbildung auf drei Niveaustufen zu differenzieren. Gegebenenfalls wird es am Ende einen Kompromiss geben.“(So im Bildungsklick vom 24.11.2011) und weiter:
„Dr. Bernd Althusmann: Einen worst case hoffe ich, wird es nicht geben. In Deutschland haben wir genügend vernünftige
Menschen, sowohl aufseiten der KMK als auch aufseiten der Wirtschaftsvertreter, dass wir uns sicherlich verständigen
werden. Klar muss aber sein, gerade die starke duale Berufsausbildung in Deutschland muss auf ein hohes europäisches
Niveau. Wir dürfen uns nicht länger darüber beklagen, wenn wir nicht ausreichend mit dieser Ausbildung anerkannt werden,
wenn uns das jetzt nicht gelingt.“ (Bildungsklick 24.11.2011)

Herr Althusmann scheint den Ärger den die Kultusministerkonferenz
derzeit permanent mit ihren Argumenten auslöst, total auszublenden.
Wenn das eher besonnene Handwerk von „einem Generalangriff auf die dualen Berufsausbildung“ spricht (Presseerklärung vom 24.10.2011), dann geht es nicht um fadenscheinige Kompromisse sondern um eine Entscheidung für oder gegen die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung. Dann geht es auch um das Gespräch auf Augenhöhe, bei der nicht die Kultusminister über Kompromisse feilschen können, wie sie das vielleicht ja mit anderen Gruppen in der Gesellschaft gewöhnt sein könnten. Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufbildung (BIBB), in dem Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften die Leitlinien der beruflichen Bildung gemeinsam besprechen, beschloss dass der Beschluss der Kultusminister
“weder inhaltlich unterlegt noch nachvollziehbar begründet”, sei so der BIBB-Hauptausschuss. Das auch als “Parlament der Berufsbildung” bezeichnete BIBB-Gremium befürchtet einen Attraktivitätsverlust der dualen Berufsausbildung und damit negative Auswirkungen auf die Nachwuchssicherung sämtlicher Wirtschaftsbereiche. “Es besteht die Gefahr, dass sich immer weniger junge Menschen mit allgemeiner Hochschulreife für eine berufliche Ausbildung entscheiden, wenn ihnen suggeriert wird, dass ihr Schulabschluss höherwertiger ist als ein Berufsabschluss.” Daher rufen die Mitglieder des BIBB-Hauptausschusses die Kultusminister daher auf, “ihre Entscheidung zu überdenken und zu korrigieren”. (Beschluss des Hauptausschusses vom 29.11.2011). Der IG Metall Bildungsexperte Klaus
Heimann sagt dazu: „Natürlich werden Wirtschaft und Gewerkschaften Gespräche mit der KMK führen. Aber unter anderen Bedingungen als die KMK das am 8. Dezember vorschlägt. Gespräche gibt es nur auf Augenhöhe und mit
ergebnisoffenem Ausgang“. Die Gewerkschaften drängen daher auf einen anderen Termin und auf eine andere Zusammen-setzung als von der KMK geplant.

Die Ergebnisse der allgemeinen deutschen Bildungspolitik sind ja nicht so hervorragend, dass sie einen wirklich funktionierenden Bildungsbereich entscheidend schwächen sollten. Und vielleicht noch was: In Zukunft ist der Mangel an Fachkräften mit einer dualen beruflichen Ausbildung größer als der an Akademikern. Vergessen wird oft, dass viele Ingenieure vorher eine Ausbildung durchlaufen haben. Gerade die duale Berufsausbildung in Verbindung mit Theorie ist das Rückrat für die Produktion in Handwerk und Industrie. Viele deutsche mittelständische Unternehmen sind in ihren Segmenten Weltmarktführer. Ein großer Hersteller von Bussen sagte bei einem Betriebsbesuch, wir bilden die zukünftigen Facharbeiter drei Jahre aus und bilden Sie noch zwei Jahre weiter, dass sie die hohe Qualität der Busse herstellen können. In anderen Ländern in Europa könnten wir diese Qualität nicht herstellen.
Wollen dies wollen die Kultusminister wegen dem Druck aus dem Bereich der Lobbyisten aus dem Gymnasialbereich
opfern ? Spätestens sind hier die Ministerpräsidenten gefordert.

Anhang 1
www.zdh.de
© 2011 Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.
Handwerk beklagt Generalangriff auf die berufliche Bildung
Zum Beschluss der Kultusministerkonferenz der Länder, wonach das Abitur höherwertig eingestuft werden soll
als der Großteil der dualen Ausbildungsabschlüsse, erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): „Mit ihrer Entscheidung hat sich die Kultusministerkonferenz bildungspolitisch isoliert. Sämtliche andere Akteure, die an der Erarbeitung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) beteiligt sind – der Bund sowie die
Sozialpartner und Wirtschaftsorganisationen – plädieren schon seit langem für eine gleichwertige Einstufung der
dualen Berufsausbildung mit dem Abitur auf Niveau 4 des DQR. Selbst die Wirtschaftsminister der Länder haben sich im vergangenen August hierfür ausgesprochen. Die Entscheidung der KMK wertet das Handwerk als Generalangriff auf die duale Berufsausbildung. Der beruflichen Bildung muss ein angemessener Platz im nationalen Bildungssystem eingeräumt werden. Ansonsten riskiert die KMK bewusst das Scheitern des nationalen Qualifikationsrahmens und nimmt eine
Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Deutschland in Kauf.
Die duale Ausbildung ist die zentrale Basis für die Sicherung des Fachkräftebedarfs der Wirtschaft. Sie zu untergraben ist inakzeptabel. Wenn der Großteil der Ausbildungsberufe unterhalb der allgemeinen Hochschulreife eingeordnet wird, droht der dualen Berufsausbildung in Deutschland ein massiver
Attraktivitätsverlust.“
[24.10.2011]

Anlage 2

50/ 2011
Bonn, 01.12.2011
Deutscher Qualifikationsrahmen: BIBB-Hauptausschuss fordert Kultusministerkonferenz zum Umdenken auf
Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat zur Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK) Ende November eine Stellungnahme verabschiedet: Der Beschluss der KMK, wonach das Abitur bei der Ausgestaltung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) auf Niveaustufe 5 und damit höher als viele Abschlüsse der beruflichen Bildung eingeordnet werden sollte, sei “weder inhaltlich unterlegt noch nachvollziehbar begründet”, so der BIBB-Hauptausschuss. Sollte dieser Beschluss so bestehen bleiben, befürchtet das auch als “Parlament der Berufsbildung” bezeichnete BIBB-Gremium einen Attraktivitätsverlust der dualen Berufsausbildung und damit negative Auswirkungen auf die Nachwuchssicherung sämtlicher Wirtschaftsbereiche. “Es besteht die Gefahr, dass sich immer weniger junge Menschen mit allgemeiner Hochschulreife für eine berufliche Ausbildung entscheiden, wenn ihnen suggeriert wird, dass ihr Schulabschluss höherwertiger ist als ein Berufsabschluss.” Die Mitglieder des BIBB-Hauptausschusses rufen die Kultusminister daher auf, “ihre Entscheidung zu überdenken und zu korrigieren”.
Der BIBB-Hauptausschuss sowie die Bundesregierung, die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder, die Sozialpartner und die Wirtschaftsorganisationen setzen sich übereinstimmend dafür ein, das Abitur sowie die drei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufe gleichwertig auf die Niveaustufe 4 des DQR zuzuordnen.
Der bis zum kommenden Jahr bildungsbereichsübergreifend zu entwickelnde Deutsche Qualifikationsrahmen bildet – genauso wie der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR), mit dem der DQR eng verzahnt werden muss – die Wertigkeit von Qualifikationen in einer achtstufigen Skala ab. Mit der Umsetzung der Qualifikationsrahmen sollen sich Qualifikationsstandards in Europa etablieren, wodurch Transparenz und Mobilität gefördert, die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen erhöht und die Gleichwertigkeit zwischen allgemeiner, hochschulischer und beruflicher Bildung verwirklicht werden sollen.
Der Hauptausschuss des BIBB hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dem Ausschuss gehören zu gleichen Teilen Vertreter und Vertreterinnen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie der Bundesländer und der Bundesregierung an.

Anlage 3
Anlage zur BIBB-Pressemitteilung Nr. 50/2011 vom 01.12.2011:
Stellungnahme des Hauptausschusses des
Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)
Bewertung des Beschlusses der Kultusministerkonferenz (KMK)
zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)
Im Einklang deutscher und europäischer Bildungspolitik sollen Mobilität und Transparenz gefördert, die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungsbe-reichen erhöht und die Gleichwertigkeit zwischen allgemeiner, hochschulischer und beruflicher Bildung verwirklicht werden. Hierauf zielt der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ab. Im Erarbeitungsprozess zum DQR gab es einen breiten Konsens zwischen Bundesregierung, Kultusministerkonferenz, Hochschulrektoren-konferenz, Wirtschaftsministerkonferenz, Sozialpartnern, Wirtschaftsorganisationen und anderen wichtigen Akteuren des deutschen Bildungs- und Qualifizierungssystems. Die Matrix des DQR wird von all diesen Beteiligten als geeignete Grundlage für die weitere Erarbeitung akzeptiert. Im Rahmen der Zuordnung von Qualifikationen haben sich Bundesregierung, Wirtschaftsministerkonferenz, Sozialpartner und Wirtschaftsorganisationen fachlich durch die Matrix des DQR begründet positioniert: Qualifikationen der Allgemeinbildung und der beruflichen Erstausbildung sollen den Niveaus 1 bis 4, die der beruflichen Weiterbildung und akademischen Bildung den Niveaus 5 bis 8 zugeordnet werden. Diese Zuordnung steht im Einklang mit europäischen Entwicklungen. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat in ihrer Plenarsitzung am 20./21.10.2011 den Beschluss gefasst, die allgemeine Hochschulreife (AHR) und die fachgebundene Hochschul-reife (FgbHR) auf Niveau 5 des DQR zuzuordnen. Die berufliche Bildung soll offensichtlich zudem größtenteils niedriger bewertet werden als die allgemeine Hochschulreife. Damit stellt sich die KMK bewusst gegen die Position der anderen am Erarbeitungsprozess beteiligten Akteure.

Der Zuordnungsvorschlag der KMK ist absolut inakzeptabel. Er ist weder inhaltlich unterlegt noch nachvollziehbar begründet. Das Abitur entspricht nicht den Kriteri-en, wie sie in der Matrix des DQR auf Niveau 5 beschrieben sind. Abiturienten weisen mit ihrem Schulabschluss nicht die Handlungskompetenzen im Sinne des Niveaus 5 des Deutschen oder des Europäischen Qualifikationsrahmens auf (so besitzen sie nicht die Fähigkeiten und Kenntnisse zur Führung von Teams). Das Abitur ist oft erst die Basis, um eine berufliche Ausbildung in Unternehmen oder ein Studium aufnehmen zu können. Das Ansinnen der Kultusminister reflektiert auch nicht die damit verbundenen Konsequenzen für das deutsche Qualifikations- und Beschäftigungssystem. Ihr Beschluss wird sich, sollte er so bestehen bleiben, äußerst negativ auf die Nachwuchssicherung sämtlicher Wirtschaftsbereiche und -sektoren auswirken. Die duale Berufsausbildung wird einen Attraktivitätsverlust erleiden. Es besteht die Gefahr, dass sich immer weniger junge Menschen mit allgemeiner Hochschulreife für eine berufliche Ausbildung entscheiden, wenn ihnen suggeriert wird, dass ihr Schulabschluss höherwertiger ist als ein Berufsabschluss. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des jetzt schon bestehenden Fachkräftemangels ist das eine alarmierende Vorstellung. Der Wirt-schaftsstandort Deutschland ist auch in Zukunft auf gute, beruflich qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Mit ihrer Position, dass AHR und FgbHR qualitativ über dem Gros der dualen Ausbildungsberufe stehen, stellt die KMK auch das Bestreben um eine Beförderung der Gleichwertigkeit der Bildungsbereiche innerhalb des Bildungssystems infrage. Der bisher im Rahmen der Erarbeitung des DQR erzielte Konsens hinsichtlich Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung wird konterkariert. Das betrifft beispielsweise die gleichwertige Zuordnung von Bachelor und Meister auf Niveau 6 sowie von Master und Strategischer Professional auf Niveau 7. Die Mitglieder des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung fordern, dass alle Qualifikationen entsprechend der Niveaubeschreibungen und un-abhängig von Zugangsberechtigungen dem DQR zugeordnet werden. Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Lehrende und Lernende werden
eine Höherbewertung von AHR und FgbHR im DQR-Niveau 5 nicht akzeptieren. Die Mitglieder des Hauptausschusses fordern die Kultusminister der Länder auf, die bisherigen Errungenschaften des DQR, insbesondere mit Blick auf den Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem, nicht zur Disposition zu stellen. Sie rufen die Kultusminister auf, ihre Entscheidung im Lichte ihrer bildungspolitischen Gesamtverantwortung zu überdenken und zu korrigieren. Es muss das gemeinsame Interesse aller Verantwortlichen sein, mit dem DQR ein in sich stimmiges Zuordnungssystem zu finden, das sowohl der Weiterentwicklung des gesamten Bildungssystems als auch der Orientierung aller Unternehmen, Lernenden und Arbeitnehmer dient. Auch die Entscheidung, die AHR, die FgbHR und die Fachhochschulreife (FHR) unterschiedlichen Niveaus zuzuordnen, muss überdacht werden.
Die Mitglieder des Hauptausschusses unterstützen nachdrücklich die Position der Bundesregierung und der Wirtschaftsministerkonferenz, wonach das Abitur dem Niveau 4 im DQR zugeordnet werden soll, und bitten beide, diese Position konsequent weiter zu vertreten. Sie erwarten von der KMK, dass der bisher beschrittene Weg der konsensualen Abstimmung aller Akteure im weiteren Erarbeitungsprozess des DQR wieder beachtet wird.

Euro –Krise: Macht Frau Merkel Europa kaputt ?

Euro –Krise: Macht Frau Merkel Europa kaputt ?

Klar ist, dass die derzeitige Bundesregierung nicht gerade einen überragenden wirtschaftspolitischen Sachverstand hat, außer den, der Markt wird es schon richten.
Die einzige Ausnahme ist Herr Schäuble, Bundesfinanzminister.
Heute, am 23.11.2011 wurden 35% der Anleihen die Deutschland verkaufen wollte, nicht verkauft. Die Kommentare in der Fachpresse sind verheerend, d.h. es wird als Desaster dargestellt.

Gleichzeitig wird weiter gegen einige Staaten spekuliert, d.h. die Zinsen steigen und einige gewinnen dabei. Nach Ansicht von den Experten, die nicht Marktgläubige sind, muss es folgende Maßnahmen geben:

1. Die EZB muss eine aktivere Rolle spielen dürfen und muss auch Staatsanleihen aufkaufen dürfen
2. Der Rettungsschirm muss wie eine Bank zu günstigem Geld kommen und dies
dann auch so weitergeben dürfen

3. Die Wirtschaftspolitik muss stärker koord“inieert werden, die Steuern gerade
auf Finanztransaktionen erhoben werden.

Welt Online berichtet am 23.11.2011 über einen Kommentar in der renommierten britischen Times:

„Deutschland versuche, in Europa die für einen Krieg charakteristischen Ziele zu erreichen – eine neue Ziehung internationaler Grenzen und die „Unterwerfung fremder Völker“, schreibt Kaletsky.
Merkel habe sich standhaft geweigert, geeignete Maßnahmen zur Rettung des Euro zu ergreifen. Die Kanzlerin habe sogar europäische
Institutionen davon abgehalten, Maßnahmen zu ergreifen. Außerhalb Deutschlands bestehe Einigkeit daruüber, findet Kaletsky, dass zur Rettung des Euro drei Dinge absolut wichtig zur
Überwindung der Krise sind: Die Europäische Zentralbank müsse große Mengen an Staatsanleihen kaufen, später mussten von allen
Euroländern garantierte Euro-Bonds ausgegeben werden, die einen Teil der Schulden von Ländern wie Griechenland oder Portugal
ersetzten.
Die Bundesbank und der “Finanz-Imperialismus”
Erst dann gelte es, die Politik der Euroländer stärker zu koordinieren, den Kapitaldienst zu gewährleisten und sicherzustellen, dass nicht
eine neue Krise aufkeimen kann. „In dem es die ersten beiden Schritte blockiert, garantiert Deutschland dafür, dass der dritte scheitert“, heißt es in dem Kommentar weiter.“

Das IMK-Institut hat schon 15.11.2011 folgende Vorschläge gemacht:

IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich – Hans-Böckler-Stiftung
http://www.boeckler.de/14_38246.htm Seite 1 von 3
Pressemitteilungen
15.11.2011
Zentralbank braucht Rückendeckung der Euro-Staaten
IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der
EZB möglich
Ohne die Hilfe der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Krise einzelner Euroländer nicht mehr zu bewältigen. Das machen die aktuellen Probleme in Italien deutlich. Allein die EZB
hat die Kapazitäten, um durch Aufkäufe von Staatsanleihen untragbare Zinsausschläge auf den Finanzmärkten zu verhindern. Die bisherigen Erfahrungen mit den Interventionen am
Sekundärmarkt für Staatsanleihen zeigen, dass die EZB dabei keinen Inflationsdruck erzeugt hat. Damit die Notenbank ihr Potenzial zur Krisenbewältigung nutzen kann, braucht
sie jedoch eine eindeutige Rückendeckung der Euro-Mitgliedstaaten. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Silke Tober, Geldpolitik-Expertin des Instituts für Makroökonomie und
Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Ihre Untersuchung zur aktuellen Situation der EZB erscheint heute als IMK Report Tober analysiert die zunehmende Verschärfung der Krise im Euroraum. Ihr Fazit: Die Politik müsse rasch das Vertrauen an den Finanzmärkten wieder herstellen und die Konjunktur der Euroländer stabilisieren. Anderenfalls drohe eine Bankenkrise, eine lang währende Stagnationsphase oder gar ein Auseinanderbrechen des Euroraums. Die Erweiterung des
Euro-Rettungsschirms und der geplante freiwillige Schuldenschnitt für Griechenland reichten längst nicht aus um zu verhindern, dass immer mehr Euroländer auf den Finanzmärkten mit nicht tragbaren Zinsforderungen konfrontiert würden.
Den mangelnden Erfolg der bisherigen Krisenpolitik der Euroländer führt Tober auf zwei Faktoren zurück:
- Der politische Umgang mit der Krise habe die Ansteckungsgefahr nicht gebannt. Inmitten einer Vertrauenskrise nur zögerlich Hilfen zu gewähren, zunächst prohibitiv hohe Zinsen für Hilfskredite zu verlangen und dann eine private Gläubigerbeteiligung ins Spiel zu bringen, bedeutet “Öl ins Feuer zu schütten”, schreibt Tober.
- Derzeit versuchten alle Mitgliedstaaten gleichzeitig, ihre Schulden zu reduzieren. Die Konsolidierung dämpfe jedoch die Nachfrage und damit die Produktion. Dadurch, warnt die
Volkswirtin, werde es schwerer, die Defizit- und die Schuldenquote zu reduzieren – wenn nicht gar unmöglich.
- Keine Staatsfinanzierung durch die Notenpresse -
Mangelndes Vertrauen der Banken untereinander und die inkonsequente Krisenpolitik der IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich – die Euroländer haben die EZB zum Eingreifen gezwungen, so Tober: Bis Ende 2010 kaufte sie Staatsanleihen im Wert von insgesamt 74 Milliarden Euro, vornehmlich griechische, irische und portugiesische. Dabei habe die Notenbank jedoch keine zusätzliche Liquidität in den Markt gepumpt, betont
die Forscherin. Das Eurosystem schöpfte die Liquidität In Höhe des Wertes der Staatsanleihenkäufe mit einer verzinslichen Termineinlage wieder ab. “Es handelt sich somit
ganz und gar nicht um eine Finanzierung der Staaten über die Notenpresse”, erklärt die Wissenschaftlerin. Die Maßnahme habe keinen Inflationsdruck geschaffen. Dass die EZB die Anleihen mit erheblichen Preisabschlägen kaufte, verringere auch das Risiko, mit den Staatsanleihen Verluste zu machen. Ebenso wie bei EZB-Stützungsaktionen für den Bankensektor seien Abschreibungen zwar möglich. Die größte Gefahr gehe aber von Schuldenschnitten in weiteren Euro-Ländern aus – und damit von einer Eskalation, gegen die Interventionen der EZB den wirksamsten Schutz böten.
Als sich die Krise im August 2011 mit dem Anziehen spanischer und italienischer Renditen deutlich zuspitzte, wurde die Notenbank wieder aktiv. Ende Oktober hatte das Eurosystem
bereits “Staatsanleihen für geldpolitische Zwecke” im Wert von 173,5 Milliarden Euro in seiner Bilanz. Besonders deutsche Zentralbanker kritisierten das. Die EZB habe mit den
Käufen von Staatsanleihen “die Sanktionsfunktion des Marktes geschwächt”, warnte zum Beispiel Ottmar Issing, der frühere EZB-Chefvolkswirt.- Finanzmärkte haben Disziplinierungsfunktion nicht wahrgenommen – Doch die Märkte haben die von Issing beschworene Disziplinierungsfunktion lange gar nicht
wahrgenommen, zeigt Tobers Detailanalyse. So blendeten viele Investoren die problematischen makroökonomischen Ungleichgewichte im Euroraum aus, auf die beispielsweise das IMK schon seit langem lange hingewiesen hat. Zudem hatten zwei der Krisenländer, Irland und Spanien, vor Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 Budgetüberschüsse und niedrige Staatsschuldenstände. Märkte, die sich an den Kriterien des Stabilitätspaktes orientieren, hätten somit im Vorfeld der Krise gar keinen Grund gehabt, diese Länder zu “disziplinieren”. Der Sanktionsmechanismus des
Marktes habe also doppelt versagt. “Warum sollte man sich ihm jetzt anvertrauen?”, fragt die Wissenschaftlerin.
Der Euroraum könne die Krise nur bewältigen, wenn staatliche Insolvenzen ausgeschlossen werden, fasst Tober die Situation zusammen. Bislang habe die EZB wegen der fehlenden
Rückendeckung der Mitgliedstaaten nur halbherzig agiert. “Stellen sich die Euroländer hinter den Euro und erklären, dass sie in der aktuellen Situation kein Land zahlungsunfähig werden lassen, so könnte und müsste das Eurosystem seine Bereitschaft zeigen,
Staatsanleihenkäufe deutlich auszuweiten.” Im günstigsten Fall würde allein die Ankündigung reichen, um die Märkte zu beruhigen. Zugleich, so Tober, sollte die Wirtschaft des Euroraums wieder wachsen, was angesichts eines schwächelnden außenwirtschaftlichen Umfeldes nur möglich sei, wenn Länder ohne akute Schuldenprobleme die Rolle der Konjunkturlokomotive übernähmen. Um die Staatsfinanzen im Euroraum zu entlasten, spricht sich die IMK-Expertin dafür aus, gerade private Haushalte mit höheren Einkommen und Vermögen an den Kosten der Krise zu beteiligen. Schließlich hätten diese in der Vergangenheit am stärksten von der Liberalisierung der Finanzmärkte profitiert. Tober plädiert für eine erhöhte Einkommen- und eine Vermögensteuer in allen Euroländern, um die Schulden zumindest auf das Niveau vor der Finanzkrise zu reduzieren.
Weitere Informationen:
Silke Tober: Die Europäische Zentralbank in der Kritik, IMK Report Nr. 67, November
2011.
IMK-Analyse: Lösung der Krise im Euroraum nur mit aktiver Rolle der EZB möglich – Hans-Böckler-Stiftung 23.11.11 13:45
http://www.boeckler.de/14_38246.htm Seite 3 von 3
© Hans-Böckler-Stiftung 2011

Bildungsungerechtigkeit Realität im Jahr 2011

Der “Spiegel” stellt in seiner Online-Ausgabe vorweg die Ergebnisse der Studie “Deutsche Lernatlas 2011″ der Bertelsmann Stiftung vor. Der Lernatlas versucht mit einem Set von Berechnungen und vielen Merkmalen die Lernmöglichkeiten anhand der Lebensverhältnisse zu errechnen. Der Spiegel schreibt: “Wie viel Ungleichheit aber verträgt ein Land, wann schlägt Unterschiedlichkeit in Ungerechtigkeit um? Der Lernatlas zerstört die Illusion von gleichwertigen Lebensverhältnissen, wie sie so oft beschworen worden sind. Die Verfassung erwähnt die „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet“. (Spiegel, 47/2011, Seite 72) . Den langjährigen Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK) zitiert der Spiegel so: “Vielmehr würden „eigene Interessen und Wege verfolgt, gerade im Süden der Republik“. Der Spiegel weiter:Wie mühsam 16 Länder zusammenzuhalten sind, weiß wahrscheinlich niemand besser als Thies. 13 Jahre lang bemühte er sich darum, so lange diente er der Kultusminister-konferenz. Heute sieht er Deutschland auf einem gefährlichen Weg in die Zweiklassengesellschaft. Bayern und Baden-Württemberg verfügten über ein „hohes Finanzpotential“, viele andere Länder nicht. Thies mahnt: „Wir müssen ufpassen, dass sich diese Unterschiede nicht noch weiter vergrößern.“ Spiegel 47/2011, S 72/73) Die sechs Sieger aus den verschiedenen Kategorien stammen alle aus dem Süden: E s sind die Städte München (größere Großstadt), Erlangen (sonstige Großstadt),Bamberg (  Klein-und Mittelstädte), Würzburg (verdichtetes Umland), Landkreis Main-Spessart (im ländlichen Umfeld) und Landkreis Miesbach (im ländlichen Raum). Die Botschaft der Bertelsmann-Stiftung lautet: “ Weil es auf so viel mehr ankommt. Nicht nur in der Schule oder der Hochschule lernen wir, sondern auch im Leben – das ist die Botschaft der Stiftung. Sie stützt sich auf einen großen Bericht der Unesco zur „Bildung für das 21. Jahrhundert“, erstellt von einer Kommission unter Leitung des langjährigen EU Kommissions-präsidenten Jacques Delors. Das Gremium benannte 1996 genau vier Bereiche des Lernens, die nun dem Lernatlas zugrunde liegen.” Der Spiegel zählt die vier Bereiche auf: “Da ist, erstens, das Schulische Lernen. Die Atlas-Werte bemessen sich unter anderem danach, wie gut Grundschüler lesen können, wie viele Schüler sitzenbleiben, wie viele Hochschulabsolventen eine Region zählt. Dazu kommt, zweitens, das Berufliche Lernen, vor allem Aus- und Weiterbildung: wie viele Jugendliche ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz sind oder wie viele Weiterbildungsangebote die Volkshochschule macht. Beide Bereiche sind so wichtig, dass sie die Gesamtpunktzahl eines Kreises stark beein-flussen: Zwei Drittel der Gesamtpunktzahl hängen davon ab. Spannender aber sind zwei weitere Bereiche, die der Lernatlas erfasst. Hier geht es nicht um Noten, nicht um Wissen, nicht um Bildung im engeren Sinne. Die Botschaft der Bertelsmann Stiftung lautet: Lernen kann man fast überall. Sie misst deshalb, drittens, das Soziale Lernen: wie viele Bürger einer Partei angehören, wie viele Einrichtungen der Jugendarbeit es gibt, wie viele Menschen sich in der Freiwilligen Feuerwehr und beim Deutschen Roten Kreuz engagieren.Und schließlich, viertens, geht es im Lernatlas noch darum, was jeder Einzelne für sich selbst tut, das Persönliche Lernen: wie viele Menschen ins Museum oder ins Theater gehen, wie viele Sportvereine es in einer Region gibt, wie gern die Menschen Bücher lesen.” (Spiegel 47/2011, S 74) Die Bertelsmann hat aus über 300 Lern – und Bildungskennzahlen ausgewählt, spannend wird es wenn die ausführliche Studie veröffentlicht wird und alle Städte und Kreise ansehen können wie gut sie dastehen. Düsseldorf hat z.B. eine Wirtschaftskraft aber einen relativ niedrigen Wert beim Lernatlas schreibt der Spiegel. Vielleicht ein Ergebnis der harten Kürzungspolitik in Düsseldorf ? Wichtig ist: In Bildung und Kultur muss auch investiert werden, denn Lernen geschieht – so die Bertelsmann – Stiftung -nicht nur in der Schule, sondern in Vereinen, der Freiwilligen Feuerwehr, der Bibliothek oder Museen. Lernen ist nicht an einen Ort allein gebunden, Lernen geschieht im Team und vielfältig. Wenn das in Deutschland sich herumsprechen würde, wäre das schon sehr wichtig. Denn: Lernen ist mehr als schulischer Unterricht.

Guttenberg – ein Phänomen oder Realität ?

Karl Theodor von Guttenberg hat offensichtlich viele Menschen bewegt und erreicht. Es gründen sich jetzt Fanclubs etc..Doch wie geht es realistisch weiter ?

Mittlerweile hat Guttenberg alle seine politischen Ämter niedergelegt: Minister der Verteidigung, Vorsitzender des CSU-Bezirks Oberfranken, Bundestagsmandat.
Gleichzeitig ermittelt aufgrund von Anzeigen die Staatsanwaltschaft Hof.
Die grundlegende Frage für viele Menschen ist: Wann ist Herr zu Guttenberg wieder in der Politik zu erleben und wie hat er die Niederlage verarbeitet ?

Die Frage ist allerdings auch, wie ist wirklich die Doktorarbeit entstanden ?
Ist sie von ihm selbst mit diesen gravierenden “Mängeln” verfasst worden oder hat er si jemanden bezahlt, dass er diese Doktorarbeit schreibe. Klar ist natürlich auch, dass es wichtig ist, mal in Ruhe die Substanz des Könnens von EX-Minister Guttenberg anzusehen.

Kurz vor seinem Rücktritt lass ich – ich weiß leider nicht mehr wo – dass aus dem Kanzleramt von den dortigen Experten (ohne Namensnennung) erhebliche Zweifel an der Qualität des Konzepts der Bundeswehrreform geäußert wurden. Für mich ein deutliches Signal, dass das Kanzleramt und damit die Kanzlerin zu Herrn von Guttenberg auf Distanz ging.

Herr Thoams Dr. DeMaiziere, der neue Verteidigungsminister entließ als erstes den Staatssekretär Otremba, der für die Bundeswehrreform zuständig war. Erfolgreiche und substantielle richtige Politik könnte anders aussehen.

Die Frage ist natürlich, inwieweit es schon länger (interne) Kritik an dem Stand der Planung der Bundeswehrreform gab. Vielleicht passt da der Rücktritt ganz gut.
Auf jeden Fall ist es noch nicht so ganz gelungen, genügend Freiwillige für die neue Konzeption der Bundeswehr zu gewinnen. Daher hat von Guttenberg der Bild Zeitung und anderen Medien aus dem Springer Verlag etc. 5,5 Millionen Euro für Anzeigen gegeben. Die Bildzeitung widmeite Herrn von Guttenberg bei seinem Rücktritt vier Seiten und natürlich die Titelseite.

Was hat Herrn von Guttenberg bisher politisch geleistet ?

Bei der Opel-Krise sagte er “Wir geben nichts” zum Glück für ihn erholte sich schnell die Auto-Krise und viele Arbeitsplätze sind so bei Opel erhalten geblieben.

Bundeswehrreform: Hier wurde die Wehrpflicht ausgesetzt und das Konzept der Freiwilligenarmee entwickelt. Die Frage ist allerdings wirklich, ist das sinnvoll ?Oder wäre es eventuell sinnvoll, darüber nach zu denken, ob nicht irgendeine Form von Zwischenhalt oder Zwischenschritt von Schule/Berufsausbildung in das Erwerbsleben sinnvoll wäre. Man hätte ja auch sagen können, die Wehrpflicht bleibt bestehen, alle Männer werden nach wie vor gemustert, allerdings vielleicht nicht ganz so streng. und jeder Mann muss in irgendeiner Weise ein Jahr dienen (Bundeswehr, Zivildienst, THW, Umwelt, Auslandseinsatz etc.)

Die Vorstellung, dass junge Menschen aus dem Gymnasium kommen und bruchlos ein zur Zeit tendenziell verschultes Studium anfangen, ist ein wenig gewöhnungs-bedürftig, erst Recht wenn diese jungen Männern nach dem Studium in einen Betrieb kommen, ohne nennenswert andere Bereiche der Lebenswirklichkeit kennen gelernt zu haben. Wie sollen diese junge Akademiker die Sorgen und Nöte anderer Menschen , auch eventuell von Mitarbeitern wahrnehmen und ernst nehmen können ?

und wie sollen Sie auch menschlich kompetente Führungskräfte werden ?

Herzliche Grüße

 

Gerhard Endres

Bayerische Bildungspolitik: Erfolgsmodell oder Kahlschlagpolitik ?

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spänle betont, dass “noch nie seit 1946 so viele Lehrerinnen und Lehrer beschäftigt sind wie heute. Bis zum Ende der Legislaturperiode werden seit 2008 rund 6.000 zusätzliche Stellen geschaffen worden sein.” Für den Minister ist klar: “Trotz zurückgehender Schülerzahlen hatten wir in Bayern nie mehr Lehrkräfte als heute. Die Betreuungsrelation
konnten wir allein seit dem Schuljahr 1999/2000 von 18,2 Schüler auf 16,8 Schüler pro Vollzeitlehrkraft absenken.
Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen”.

Für Minister Spänle gibt es weitere neue Stellen:

“Der Freistaat Bayern betreibt seit Jahren eine konsequente Einstellungspolitik, zeigte Spaenle auf. So wurden im
Doppelhaushalt 2009/2010 insgesamt 2.738 zusätzliche Lehrerplanstellen geschaffen. Im Regierungsentwurf zum
Doppelhaushalt 2011/2012 sind insgesamt 2.553 Planstellen ausgewiesen, davon 1.553 für das Schuljahr 2011/2012 und 1.000 für das Schuljahr 2012/2013. Zudem sieht der Entwurf weitere 1.320 neue Planstellen vor, um die
Arbeitszeitverkürzung der verbeamteten Lehrkräfte umzusetzen.”

Bei diesen Aussagen des bayerischen Bildungsministers müsste man eigentlich beruhigt sein.

Doch der bayerische Lehrer-und Lehrerinnenverband (BLLV) führt andere Zahlen an. Präsident Klaus Wenzel: „Sollte es tatsächlich so sein, dass für das Schuljahr 2011 insgesamt 857 Stellen und ein Jahr darauf weitere 1134 Lehrerstellen an Grund- und Hauptschulen sowie 129 an Realschulen gesperrt werden sollen, wäre der heutige Tag ein rabenschwarzer Tag für Schüler und Lehrer in Bayern. Es wäre auch ein verheerendes Signal für den ländlichen Raum, denn ohne Lehrer können auch keine Schulstandorte aufrecht erhalten werden.“ Diese Meldung hatte am Dienstag, den 1.2.2011, die Nachrichtenagentur dpa verbreitet. Ulrich Pfaffmann, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag und Vorsitzender des Bildungsausschusses des bayerischen Landtags, legte am Mittwoch, den 2.Februar 2011 die Zahlen des Entwurfs des Haushaltsplans für den Geschäftsbereich des bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (Einzelplan 05) vor. in dieser Vorlage werden die Zahlen des BLLV bestätigt: bis 1.8.2011 sollen folgende Stellen wegfallen (kw): öffentliche Volksschulen 857, öffentliche Förderschulen und Schule für Kranke 56, staatliche Realschulen 30, Staatliche Gymnasien: 1499, in der Summe 2442 Lehrerstellen. Bis 1.8.2012 sollen weitere 1335 Stellen wegfallen und in der Zukunft sollen bei den Realschulen 1418 Stellen gestrichen werden. BLLV Präsident Klaus Wenzel zu den Plänen des Bildungsministers Spänle:”Wir können eine derart kontraproduktive Vorgehensweise nicht glauben“. Dieses Vorgehen hat Empörung und Enttäuschung beim BLLV ausgelöst: „Eines der Hauptziele des Kultusministers ist die individuelle Förderung – dafür brauchen wir Lehrer und nochmals Lehrer“, stellte Wenzel klar. „Wenn jetzt im großen Stil gestrichen wird, kann das wünschenswerte Konzept des Kultusminis-ters nicht aufgehen. Der BLLV erwartet vom Bayerischen Landtag, dass der Haushaltsplan verantwortungsbewusst diskutiert und bildungsfreundlich beschlossen wird.“ Wenzel befürchtet, „durch kurzsichtige Wei-chenstellungen in den Haushaltsentwürfen werden Probleme an Bayerns Schu-len und Hochschulen nicht gelöst, sondern extrem verschärft. Bildung wird im großen Stil geschwächt, der Lehrerberuf systematisch ausgehöhlt. Das geht nicht nur an die Substanz und Kraft vieler Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch an ihre Würde. Sie sollen zwar jede Menge Reformen umsetzen, werden aber in keiner Weise unterstützt. Kein Wunder, dass sie sich im Stich gelassen und ausgenutzt fühlen.”

Kommentar: Die Ankündigungen des bayerischen Bildungsministers passen einfach nicht mit den Handlungen zusammen. Individuelle Förderung, Begleitung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund hin zu einer Berufsausbildung können nur mit einer stärkeren persönlichen Begleitung Erfolg haben. Die Kosten des Landesbank-Desasters müssen die Lehrer und Schüler im bayerischen Schulsystem aushalten. Jeder Euro der jetzt nicht für die Jugendlichen ausgegeben wird ist auch öknomisch gesehen falsch angelegt. Nur durch eine breite, fundierte Bildung haben die Jugendlichen eine realistische Chance in dieser Arbeits-und Wirtschaftsgesellschaft, nur durch die Investition in Bildung kann auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und der Wohlstand der Menschen gehalten und eventuell ausgebaut werden.

Numerus Clausus in den Erziehungswissenschaften an der LMU ?

Die Fakultät 11 für Erziehungswissenschaften hat einen Numerus Clausus für alle Fächer und für alle Lehrämter beschlossen. Allerdings muss dieser Beschluss noch von den zuständigen Stellen bestätigt werden.

Während die TU München viel Geld in ihre School of Edcuation investiert, scheint die LMU die Wichtigkeit des Lehramtsstudiums noch nicht ganz erkannt zu haben

Berufliche Bildung – ohne Engagement der bayerischen Minister ?

Vom 6 bis 9.12.2010 findet die größte deutschsprachige Berufsbildungsmesse in Nürnberg statt. Angesichts der Diskussion um Fachkräfte von morgen könnte man meinen, dass auch die bayerische Staatsregierung dies erkannt hat. Anscheinend nicht. Ministerpräsident Horst Seehofer hat schon sehr frühzeitig signalisiert, dass er nicht kommt. Doch ein weiteres Signal war, dass die bayerische Arbeitsministerin ihren Staatssekretär Sackmann zur Eröffnungsansprache schickte und auch Bayerns Bildungsminister seinen Staatssekretär Huber. Liegt es daran, dass heute am 7.12.2010 die neuesten PISA-Ergebnisse präsentiert werden ? Auf jeden Fall zeigt es nicht gerade eine sehr große Wertschätzung, wenn einige Minister zur größten deutschen Berufsbildungsmesse in Nürnberg nicht kommen.

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