Gute Arbeit – geht das ?

Die neueste Ausgabe des online-magazins Denk-Doch-Mal.de
beschäftigt sich mit der guten Arbeit:

http://www.denk-doch-mal.de

Gute Arbeit – geht das?

EDITORIAL

Klaus Pickshaus hat dieses zweite Heft von denk-doch-mal in 2010 zusammengestellt. Er erinnert in seinem Editiorial daran, dass es die Gewerkschaften waren, die das Thema Gute Arbeit überhaupt erst wieder zu einem Punkt auf der politischen Agenda gemacht haben. und im überigen: d-d-m sagt Dankeschön für seine Arbeit an dieser Ausgabe. mehr …

KRISENOPFER GUTE ARBEIT?

In einem Gemeinschaftsbeitrag gehen IG Metall Vorstandmitlied Hans-Jürgen Urban und Klaus Pickshaus auf die Bedingungen der Krise ein. Wie steht es um die Gute Arbeit, wenn allenthalben Angst um den Arbeitsplatz herrscht und Kurzarbeit auf der Agenda steht? Die Autoren fordern, dass die Gute Arbeit nicht der Krise des Finanzkapitalismus geopfert wird. mehr …

DIE HERRSCHAFT DIE FIANZKAPITALS VERHINDERT GUTE ARBEIT

Das meint Prof. Dr. Friedhelm Hensgbach und fordert dass die Wertschöpfung allen beteiligten Ressourcen gehört und muss demgemäß fair auf sie verteilt werden. Diese Korrektur kann jedoch nur dadurch erreicht werden, dass die finanzkapitalistische Entscheidungsmacht gebrochen wird und die Belegschaften, Kapitaleigner sowie die öffentliche Hand drittelparitätisch an den unternehmerischen Entscheidungen beteiligt werden. mehr …

SOZIAL IST, WAS GUTE ARBEIT SCHAFFT!

Gute Arbeit bedeutet, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, von dem Innovation und Kreativität ausgehen kann, das sagte SPD-Arbeitnehmer-Chef Ottmar Schreiner. „Gute Arbeit“ umfasse Aspekte wie Arbeitszeitgestaltung, Gesundheitsschutz, alternsgerechte Arbeitsplätze und die Förderung der beruflichen Weiterbildung. “Den Kern von guter Arbeit bilden für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die berufliche Zukunftssicherheit und ausreichende leistungsgerechte Einkommen.” mehr …

DER INDEX HAT SICH BEWÄHRT

Lothar Schröder vom ver.di Bundesvorstand findet die bisherige Bilanz des Projekts Gute Arbeit ermutigend. Aber: Es bestehe keinen Anlass, das Denken einzustellen. Die Dinge seien im Fluss: Die Basiskriterien Guter Arbeit blieben, aber die Konturen realer Arbeit veränderten sich in Reaktion auf veränderte Unternehmensstrategien, Markttrends und politische Weichenstellungen. mehr …

SIND WIRKLICH ALLE ZUFRIEDEN?

Arbeitszufriedenheit wirkt sich günstig auf das körperliche und psychische Wohlbefinden aus, das berichtet Tatjana Fuchs. Sie ist die Mitarbeiterin, die den DGB-Index Gute Arbeit beim INIFES betreut. Aber was genau bedeutet „Arbeitszufriedenheit“? Viele kennen das Phänomen, dass in Betriebs- oder in Bevölkerungsbefragungen 80-90 Prozent der Befragten alles in allem (sehr) zufrieden mit ihrer Arbeitssituation sind, obwohl in den selben Befragungen etliche Missstände und großer Handlungsbedarf zu Tage gefördert wurden. Wie lässt sich das erklären? Und, vielleicht noch wichtiger: Lässt sich Arbeitszufriedenheit überhaupt plausibel messen? mehr …

GUTE ARBEIT STATT PREKÄR

Gibt es ein europäisches Projekt Gute Arbeit? Thomas Händel, Metaller und Europäischer-Abgeordeter der Links-Partei in Brüssel meint ja. “Eine Alternativ-Strategie mit ihren verschiedenen „Pfeilern“ – wirtschaftspolitisch, ökologisch, beschäftigungs- und soziapolitisch im Inneren genauso wie in seiner außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Dimension als Alternative zum Global Europe Konzept – kann damit die Leitidee für ein solidarisches europäisches Projekt darstellen”. mehr …

Über endresbildungde
Coach, freier Journalist und Fotograf http://www.endres-bildung.de http://www.denk-doch-mal.de

3 Antworten auf Gute Arbeit – geht das ?

  1. wm2000 sagt:

    Die Lösung gibt es und heißt, auch wenn es die selbsternannten Sozialdemokraten wie Gewerkschaften wie dogmatische Linke nicht gerne hören, negative Einkommensteuer.
    Diese würde einen Automatismus zur guten Arbeit in einem Lebensumfeld schaffen die Innovationen und Kreativität des Menschen zulassen und eine Unmenge an Bürokratie abschaffen.

  2. Die Lösung ist wahrscheinlich nicht so einfach. Ein erster Schritt wäre, den Finanzmarkt besser und effektiver zu kontrollieren. Wahrscheinlich ist dies nicht so einfach. Wichtig wäre schon, dass überall die Arbeitsbedingungen zu verbessern und in die Bereiche zu investieren, die wirklich gut für den Menschen sind, z.B. Bildung. Ich glaube allerdings nicht, dass die negative Einkommenssteuer die Lösung ist, Derzeit ist die Verschuldung in Deutschland so groß, dass dafür überhaupt kein Geld da ist. Hinzu kommen die 3% Verschuldungsgrenze in Europa und die Schuldenbremse im Grundgesetz.
    Über all dies kann man sich nicht so einfach hinweg setzen. Der bisherige soziale Konsens in Deutschland führt auch dazu, dass die sozialen Systeme sich nicht so schnell und einfach verändern lassen. Bisher ist es durchaus von Vorteil dass durch die gemeinsamen Vereinbaurngen
    von Arbeitgebern und Gewerkschaften viele positive Entwicklungen zustande kamen. Diese
    Aushandlungsprozesse sind sicher sozial gerechter gewesen als die politischen Aushandlungsprozesse. Vorallem sind da über Tarifverhandlungen sehr viele Menschen beteiligt und wenn ein Streik stattfiand, zumindest Hundertausende direkt. Das ist näher am Menschen und seine Ideen als die derzeitigen politischen Aushandlungsprozesse.
    Der nächste Schritt müsste sicher sein, dass möglichst alle Jugendliche eine Ausbildung machen können, die Arbeit besser verteilt werden (Arbeitszeitverkürzung) und der Übergang von der Arbeit in die Rente angegangen werden.

  3. WM2000 sagt:

    Die negative Einkommensteuer muss keinesfalls weniger Einnahmen aus dieser Steuer bedeuten, wie dies der Artikel im Handelsblatt Blog erläutert wird. Diese stellen fest: Wer für diese neue negative Einkommensteuer zahlen soll, ist eine politische Entscheidung.
    Der Staat wird aber wohl gleichzeitig dann allerdings anderswo mehr Geld einnehmen wollen – oder weniger ausgeben. Zum Beispiel durch weiteren Subventionsabbau zur Reduktion der Staatsausgaben, eine bessere Kontrolle der Verwendung öffentlicher Mittel, oder durch den Verzicht auf unnötige Steuergeschenke und korrupt geschaffener Gesetzgebung.
    Den Finanzmarkt können wir anders wie die negative Einkommensteuer nicht National regeln.
    Der bisherige soziale Konsens in Deutschland, der ausschließlich aus der Warte der DAX Betriebe geführt wird, führt zur Spaltung dieser Gesellschaft! Wo sehen Sie die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt? Bei immer weniger werdenden Menschen in sozialpflichtigen Beschäftigungen? Bei immer mehr zeitlich befristeten Arbeitsverträgen? Bei immer mehr 1.- € Jobbern die zum Beispiel den Gartenarbeitern die normale Arbeit wegnehmen und sich damit Arbeitslos werdenden als 1.- € Jobber im Gartenbereich wieder zu Arbeiten? Die Vermittlungsarbeiter die zu Hungerlöhnen doch „Aufstocker“ auf Lebenszeit werden?
    Ich kann diesen Vorteil gemeinsamer Vereinbarungen von Arbeitgebern und Gewerkschaften seit 25 Jahren nicht mehr sehen. So 1983 wurde das letzte mal wegen der dringend angemahnten Arbeitszeitverkürzungen und der aus der Demographie auch ergebenden Bildungsinitiative wirklich geredet und gehandelt. Doch dann wurde es Still. Heute arbeitet jeder wieder seine 40 Stunden und mehr um sein Überleben zu sichern, dabei Wissen wir dass es Arbeit für alle nur geben kann wenn wir diese besser Teilen!
    Die negative Einkommensteuer mischt sich keinesfalls in die Tarifpolitik ein! Sie legt nur fest, was heute als Fakt gilt. Das Existenzminimum, die Steuerfreigrenze und den Steuertarif und sonst nichts! Der Unterschied ist, dass sich mit diesem Instrument eine allgemeine Gerechtigkeit herstellen lässt.
    Dies bedeutet auch, dass sich mit diesem Instrument so viel Bürokratie vermeiden lässt, wie mit keiner anderen Maßnahme im Steuer- und Transferrecht. Mit dem Umbau von ELENA vom Datenmonster das sogar die Krankentage wie Streiktage der Arbeitnehmer aufzeichnet zum berechnen der negativen Einkommensteuer könnte die Bürokratie auf ein Minimum gesenkt werden.
    Es ist einfach! Doch einen Nachteil hat die negative Einkommensteuer schon, nach der Einführung werden tausende Bürokraten arbeitslos.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.